Forderungen des Bildungsstreiks Bamberg
Stand: 24.11. 2009

Inhaltsverzeichnis:
Die Abschnittsüberschriften sind anklickbar

a. Die Universitäts Bamberg betreffend
b. Forderungen an den Freistaat Bayern, die aber mittelfristig von der Universitätsleitung erfüllt werden können
c. Die Landesregierung Bayerns / Deutschlands betreffend
d. Die Schulen betreffend


a. Die Universität Bamberg betreffend:

01. Kurzfristig sollen die Studiengebühren auf 300 € zum Sommersemester 2010 gesenkt werden;

02. Die Empfehlungen der Arbeitskreise „Studiengebühren“ sind für Senat und Fakultätsrat verbindlich, solange Studiengebühren existieren;

03. Anwesenheitspflicht: Die Anwesenheitspflicht bei Veranstaltungen ist ausnahmslos abzuschaffen;

04. Für verpflichtende Seminare eines Studiums soll eine ausreichende Auswahl an Wahlmöglichkeiten gewährleistet werden;

05. Freiere Wahlmöglichkeiten der Lehrveranstaltungen innerhalb der Module in allen Studiengängen sowie eigenverantwortliche Festlegung der Themenschwerpunkte neben Basisveranstaltungen;

06
. Keine Pflichtwiederholung einer Prüfung einer freiwilligen oder verpflichtenden Veranstaltung bei Nichtbestehen;

07. Möglichkeit, Prüfungsleistungen auch nach Bestehen aus Eigeninitiative zu wiederholen. (wichtig: Nachholklausur im gleichen Semester!)

08. Attestproblematik: Bei Krankmeldung darf von den Studierenden nicht mehr gefordert werden, den Arzt von seiner Schweigepflicht zu entbinden. Ein ärztliches Attest über Prüfungsunfähigkeit ist ausreichend;

09. Anonymisierung der Prüfungen: Prüfungsunterlagen enthalten keine Merkmale mehr, welche es den Korrigierenden erlauben, unmittelbare Rückschlüsse auf den geprüften Studierenden zu ziehen;

10. Flexnow: Das System ist zu verbessern, Ausfälle bei An- und Abmeldungen sind nicht hinnehmbar, Veranstaltungsanmeldungen nach dem first-come first-serve Prinzip sind abzuschaffen, langfristig ist eine Zusammenführung aller Onlinedienste der Universität anzustreben;

11. Informationspolitik Prüfungsamts: Prüfungsrelevante Informationen sind umfassend und rechtzeitig zu veröffentlichen – Studienordnungsänderungen sollen allen Betroffenen direkt über die Hochschulplattformen zugänglich gemacht werden;

12. Raumaufteilung: Die Raumvergabe ist an einer zentralen Stelle zu bündeln und hat eine den Gruppengrößen angepasste Raumaufteilung zu gewährleisten;

13. Auslaufende Studiengänge: Die Studienbedingungen sind auch in auslaufenden Studiengängen zu verbessern oder zumindest auf dem gleichen Niveau zu halten;

14. Der Senat tagt immer hochschulöffentlich;

15. Jedes Semester ist ein Rechenschaftsbericht des Senats für Studierende anzufertigen;

16. Es haben angekündigte monatliche Gespräche Studierender mit dem Präsidium stattzufinden;

17. Änderung des § 10 der Geschäftsordnung des Senats: Die Protokolle der Senatssitzungen müssen hochschulöffentlich zugänglich sein;

18. Die Universitätsleitung ermöglicht das panachieren bei der Wahl der studentischen Vertreter zu den Fakultätsräten, Senat und den weiteren studentischen Vertretern.

19. Grundversorgung mit Lehrmitteln: Technische Geräte sind in manchen Fakultäten immer noch nicht im erforderlichen Umfang vorhanden oder voraussichtlich längerfristig nicht einsatzbereit. Dieser Mangel ist abzustellen;

20. Für alle Dozenten eine freiwillige, kostenlose didaktische Weiterbildung.

b. Forderungen an den Freistaat Bayern, die aber mittelfristig von der Universitätsleitung erfüllt werden können
Basierend auf Artikel 106, Absatz 2, BayHSchG („Experimentier-Klausel“):

01. Die Hochschulleitung verpflichtet sich, sich für folgende Forderungen bei der Landesregierung einzusetzten;

02. Wir fordern die viertelparitätische Besetzung des Senats mit den 4 Statusgruppen (Hochschullehrer/-innen, Wissenschaftliche Mitarbeiter/-innen, Vertreter/-innen der Studierenden, Nicht-wissenschaftliche Mitarbeiter/-innen) soweit Forschung und Lehre nicht substanziell betroffen sind;
(Artikel 25, Absatz 1, Satz 1, Nr. 1 bis einschl. Nr. 4 BayHSchG)

03. Wir fordern, dass die Anzahl der externen Mitglieder im Universitätsrat auf 1/3 der Mitglieder des Universitätsrat reduziert wird.
(Artikel 26, Absatz 1, Satz 1, Nr. 2 BayHSchG)

04. Wir fordern in den Fakultätsräten die paritätische Verteilung auf die Statusgruppen
(Änderung des Artikel 31 Absatz 1 Satz 1, Nr. 4 bis einschl. Nr. 7, BayHSchG) sofern Forschung und Lehre nicht substanziell betroffen sind.

05. Wir fordern die Änderung des Artikels 40, Absatz 1, Satz 2, BayHSchG: Die Hochschulleitung garantiert den Hochschullehrern/-innen nur dann, wenn Forschung und Lehre substanziell betroffen sind(entsprechend Urteil BVerfG von 1973), die Bestellung von Vertretern/-innen, um die absolute Mehrheit zu erreichen. Dabei sollen die Parität der anderen Statusgruppen nicht verändert werden. Dies bezieht sich auf alle betroffenen Gremien der Universität.

c. Die Landesregierung Bayerns / Deutschland betreffend:

01. Wiedereinführung der verfassten Studierendenschaft in Bayern;
Zur ersten Orientierung: Link

02. Die Studiengebühren sollen in Bayern abgeschafft werden;

03. Jedes Kind hat ein Recht auf einen kostenlosen Kindergartenplatz;

04. Bafög wird unabhängig vom Studienverlauf gezahlt;

d. Die Schulen betreffend:

01. Veränderung der Methoden der Wissensvermittlung: Selbstbestimmtes Lernen;

02. Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten für Lehrende an Schulen;

03. Verringerte Klassenstärke in Schulen;

04. Keine Unterteilung nach Leistungsklassen in Gesamtschulen;

05. Es wird ein einheitliches Schulsystem in Deutschland geschaffen und der Bildungsföderalismus abgeschafft;

06. Das mehrgliedrige Schulsystem ist abzuschaffen;